Vom Umgang mit der Macht


Kein Gesellschaftsgefüge, keine Organisation kommt ohne sie aus. Aber der Umgang mit ihr ist äußerst schwierig und will sehr sorgfältig erlernt sein.
Sie ist in modernen Gesellschaften stark tabuisiert und beinahe verpönt. Sehr gefährlich und vielfältig sind die Möglichkeiten des Missbrauchs.
Sprechen wir doch mal über Macht.

Führungskräfte sollten sich daher immer wieder die folgenden Fragen stellen:

  • Sind Sie unangreifbar?

    Führungskräfte, die Mitarbeitern und Kollegen Respekt und Wertschätzung entgegenbringen, haben dadurch beinahe selbstverständlich Macht über sie.
    Leider aber auch die Chefs, die ihre Mitarbeiter unterdrücken und gängeln. So oder so: beide verfolgen dabei unternehmerisch oder politisch höhere Ziele.
    Die Erfolge des Unternehmens und somit auch der Sicherung der Arbeitsplätze.

    Um positive Ergebnisse zu erzielen wird Macht dabei in beiden Fällen gezielt eingesetzt. Aber Achtung: der Zweck heiligt natürlich nicht die Mittel.
    Wie man andere Menschen gezielt führt, lässt sich wie ein gutes Handwerk erlernen.

  • Kommunizieren Sie deutlich?

    Macht findet ihren Ausdruck nicht nur in Worten, sondern auch in der Körpersprache. Offensichtliche Drohgebärden oder ein beachtliches Drohkarussel sind damit
    nicht gemeint. Hier geht es um die subtilen Zeichen der wirkungsvollen Mimik, Gestik, Stimmführung und Körperhaltung. Diese Art der Einflussnahme hat einen
    direkten Zugang zum Unterbewusstsein des Gesprächspartners. So passiert alles scheinbar automatisch und wird dem Betroffenen größtenteils nicht einmal bewusst.

  • Erkennen Sie Machtspiele?

    Macht muss man vor allem über sich selbst haben und nicht nur über andere. Wer sich selbst und seine Gefühle beherrscht, lässt sich von anderen
    nicht beeinflussen und gewinnt so Einfluss auf andere. Dadurch wird man mächtig, statt von den eigenen Gefühle beherrscht zu werden. Wie oft hat lässt man sich
    von seinen eigenen Gefühlen hinreißen? Das bereut man dann später bitter. Die gute Nachricht dabei ist: Selbstbeherrschung lässt sich gezielt trainieren.

  • Erreichen Sie Ihre Ziele?

    Macht ist auch die Fähigkeit, Ziele zu erreichen ohne sich äußeren Ansprüchen zu unterwerfen. So wie zum Beispiel der Marathonläufer.
    Der läuft ins Ziel, völlig unabhängig davon, ob auch andere ihr Ziel erreichen. Macht und Erfolg, im Sinne der Erlangung selbstgesteckter Ziele,
    sind dementsprechend eng miteinander verknüpft.

  • Leben Sie im Bewusstsein von Macht?

    Nachhaltig wirkungsvolle Führungspersönlichkeiten beherrschen die Instrumentarien der Macht. Diese Spitzenkräfte sind in der Lage mit ihrer Macht umzugehen,
    sie zu beherrschen, sie zu zügeln, sie zu dosieren. Sie nutzen diese Macht ganz einfach dort, wo und wie es angebracht ist. Das ist der souveräne und ehrliche Weg, Ziele zu erreichen.

  • Die sieben wichtigsten Fähigkeiten, die mächtige Menschen beherrschen

    1. Sie gehen offen und ganz bewusst mit ihrer Macht um und verstecken sie nicht. Das steigert nicht nur ihr Selbstbewusstsein. Dadurch wirken sie außerdem glaubwürdig,
      überzeugend und authentisch.
    2. Sie wissen, dass Macht bei ihnen selbst beginnt. Sie kontrollieren ihre Impulse und sind selbstdiszipliniert. Das macht sie nahezu unangreifbar.
    3. Sie sind Meister der Kommunikation. Sie wissen, Kommunikation ist der Schlüssel zu den Menschen. Wer andere überzeugen und bewegen will, muss wirkungsvoll
      mit ihnen kommunizieren können.
    4. Sie sind hervorragende Netzwerker. Denn: wer allein ist, ist alles andere als mächtig, nämlich ohnmächtig.
    5. Sie sind ein Vorbild. Jeder möchte gerne zumindest ein wenig so sein wie sie, oder sich zumindest eine Scheibe von ihnen abschneiden.
      Sie verkörpern ein faszinierendes Lebensgefühl. Dafür werden sie von den Menschen bewundert. Und oft auch geliebt.
    6. Sie erkennen die Bedürfnisse und Motive anderer Menschen intuitiv und können sie einordnen. Ihre Menschenkenntnis (Empathie!) lässt Sie wissen,
      was andere Menschen wollen und so können sie darauf eingehen. Auch das macht sie außerordentlich beliebt.
    7. Sie verfügen über Charisma, eine natürliche Autorität. Es gelingt ihnen immer wieder, die Herzen der Menschen zu berühren.
      Das macht sie nahbar und unnahbar zugleich. Vor allem macht es sie unantastbar.
    8. Fazit:

      Die Dosis macht das Gift.

      Es ist auch bei der Ausübung von Macht wie bei allem im Leben. Wer die Regler des Mischpultes der Macht gut aufeinander abstimmt und all die Eigenschaften positiv nutzt,
      ist in der Lage sie wirkungsvoll zum Guten einzusetzen. Und, nur wer über Macht verfügt, kann wirklich Wertvolles und Nachhaltiges bewirken.
      Dabei ist Macht gleichzusetzen mit dem gezielten Umgang und richtigen Ausleben von Ethik und Werten. Ohne den Einfluss seiner Macht gelingt das niemandem.