Integrationsbetriebe – kurz erklärt

Hier lesen Sie in Kurzform, was Integrationsbetriebe auszeichnet.

  • Integrationsbetriebe, -unternehmen oder -abteilungen wie auch Integrationsfirmen (= Soziale Unternehmen) sind in der Regel Klein- und Mittelbetriebe, die über ein Vielfaches der gesetzlichen Pflichtquote hinaus Arbeitsplätze für Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose und andere Menschen mit Benachteiligungen beim Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
  • Seit Sommer 2001 sind Integrationsprojekte im SGB IX unter § 132ff definiert. Rechtlich unterscheidet das Gesetz zwischen selbständigen Integrationsunternehmen und rechtlich nicht-selbständigen Integrationsbetrieben und –
    abteilungen. Letzters trifft zu, wenn diese Teil eines gr&oumL;ßeren Wirtschaftsunternehmens, einer größeren Organisation oder z.B. einer öffentlichen Dienststelle sind.
  • Egal in welcher Rechtsform: Integrationsunternehmen und -firmen sind Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes. Sie produzieren und verkaufen Waren oder bieten marktfähige Dienstleistungen an. Genau genommen werden sie auch nicht subventioniert. Vielmehr erhalten sie nach den Bestimmungen des SGB II und des SGB IX lediglich einen
    Nachteilsausgleich. Den können auch alle Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes auf Antrag erhalten.
  • Der Anteil an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderungen liegt, je nach Art des Betriebes und der Branche, in der Regel zwischen 25 und 70 Prozent. Integrationsunternehmen und -firmen arbeiten, wie andere
    Unternehmen auch, markt- und qualitätsorientiert. Die Arbeitsverhältnisse ihrer Mitarbeiterinnen und
    Mitarbeiter unterliegen den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes (tarifliche bzw.
    ortsübliche Entlohnung, Kündigungsschutz…).
  • Erfahrungen mit Integrationsbetrieben gibt es bereits seit über 15 Jahren. Ende der siebziger Jahre wurden diese Betriebe ausschließlich für die Zielgruppe der Menschen mit psychiatrischer Erfahrung geschaffen. Seit einigen Jahren entstehen nun auch Betriebe für Menschen mit körperlichen, geistigen sowie Mehrfachbehinderungen.
  • Das kennzeichnet also Integrationsunternehmen:

    • Zugehörigkeit zum ersten (allgemeinen) Arbeitsmarkt
    • Beschäftigung von behinderten und nichtbehinderten Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen
    • Markt- und Qualitätsorientierung
    • Schaffung von Dauerarbeitsplätzen unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes
    • Die Beschäftigten haben einen regulären Arbeitsvertrag